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Erbrecht


Warum die Erbfolge regeln?

Trotz der enormen Werte, die in den kommenden Jahren auf die nächste Generation übergehen werden, haben nach einer aktuellen Emnid-Umfrage (FOCUS 44/2003) lediglich etwa ein Drittel aller volljährigen Deutschen ein Testament oder einen Erbvertrag. Zudem ist die Mehrheit dieser Testamente fehlerhaft und somit unwirksam.

Ohne wirksame eigene Regelung der Erbfolge aber kommt es zur gesetzlichen Erbfolge - und das ist in vielen Fällen die denkbar schlechteste Lösung.

Zum einen kann sie unnötig hohe Erbschaftssteuern verursachen. Zum anderen muss sich dann eine Gruppe von Personen, die Erbengemeinschaft, meist einstimmig einigen, was selten ohne Konflikte abläuft.

Streit und unnötige Steuerzahlungen sind damit vorprogrammiert. Tatsächlich endet etwa jeder 4. Erbfall im Streit und entzweit leider allzu oft die Familien.
Aber auch eine vereinbarte Gütertrennung kann steuerlich zu einem bösen Erwachen führen.
Oder Erbschaftssteuer und Verbindlichkeiten übersteigen den Nachlass selbst und man muss "auch noch draufzahlen".

Bei Privatleuten kann dies dann unerwartete Folgen haben, wenn etwa nach einem Erbfall die hinterbliebene Ehefrau das gemeinsame Haus nicht einfach verkaufen und umziehen kann: Wie vom Gesetz vorgeschrieben, bestellt das Gericht für die minderjährigen Kinder nämlich einen Ergänzungspfleger, der unter Umständen sein Veto einlegt.

Bei Unternehmern kann eine gesetzliche Erbfolge sehr leicht zu einer Zerschlagung des Unternehmens führen.
Nur ein kleiner Prozentsatz aller Familienunternehmen überlebt die dritte Generation.
Denn die Ausgleichszahlungen an die Erben und nicht zuletzt die Steuerlast nehmen dem Unternehmen nicht nur die Liquiditätsdecke, sondern verhindern in der Regel auch notwendige Investitionen.
Und selten sind alle Miterben zur Fortführung des Unternehmens bereit und geeignet.

Rechtzeitige Vorsorge zu Lebzeiten stellt sicher, dass der Wille des Erblassers auch tatsächlich ausgeführt wird und kann verhindern, dass die Rechtsstreitigkeiten die Zeit nach einem Todesfall belasten oder den Familienbetrieb gefährden.

Dabei sind die Besonderheiten des Vermögens (Immobilien, Wertpapiere und Aktien oder Vermögen im Ausland) genauso in die Überlegungen mit einzubeziehen wie die Belange der Familienmitglieder, der Geschäftspartner oder des Unternehmens.


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Erbschaft gestalten:



© Michael Opitz, Regensburg, 2013   |  HINWEISE  |  IMPRESSUM